Fullmoons Gmbh

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Geschichte der Fullmoons

Ein Blick zurück…
1988 nahm alles seinen Anfang, als Christian für ein Jahr in den Schüleraustausch nach Fagernes (Norwegen) reiste und mit dem Skirennfahrer Atle Hovi aus Beitostølen (No) die Plätze tauschte. Atle nahm nebst seiner Skiausrüstung auch eine Telemarkausrüstung mit, die er aber nur wenig brauchte. Ausserdem weilte 1988/89 auch seine Kusine Lene Dieserud – eine begeisterte Telemarkerin – in Davos. Walter und Jöri, wie ihr älterer Bruder Christian Nachwuchslangläufer im Bündner Regionalkader (BSV), wurden rasch aufmerksam auf das Hobby der norwegischen Besucher und machten erste Versuche auf den damals noch recht schmalen Latten. Gleichzeitig kam Christian in Norwegen in Kontakt mit dem Telemarksport.

Ohne Stöcke und mit 2,1m-Latten

Ein Jahr später – die drei Brüder hatten aus Norwegen ihre ersten Ausrüstungen importiert – konnte es richtig losgehen. Von jetzt an waren Chrischi, Walter und Jöri mit ihren “Langlaufskis” nicht mehr aus den Davoser Skigebieten wegzudenken. Mit geschnürten, knöchelhohen Lederschuhen und bis zu 2,1m langen, untaillierten Skiern und meistens ohne Stöcke machten sie die Pisten unsicher. Drei Stürze pro Abfahrt waren wenig, fünf und mehr die Regel. Manche Skifahrerinnen und Snowboarder schüttelten die Köpfe oder lachten über den ungewohnten Anblick, wenn einer nach dem anderen in weitem Ausfallschritt zum Schwung ansetzte, meterweise abdriftete und schliesslich kopfvoran im Schnee landete. Trotzdem gab es ausser manch spöttischer Bemerkung auch immer wieder Ausdrücke der Bewunderung und Anerkennung. Das wichtigste aber war die Tatsache, dass der Telemark den drei Brüdern einfach unheimlich viel Spass bereitete – und dies auch heute noch tut!
Es dauerte zwei, drei Saisons bis sich die ersten Kollegen auf die schmalen Latten wagten. Dodo Schoop war einer von ihnen, und langsam aber sicher begann die verrückte Szene zu wachsen. Bald wurden die geschnürten Schuhe gegen etwas höhere und festere eingetauscht, was zu einer sprunghaften Verbesserung des Fahrstils führte. Sogar Buckelpisten konnten nun gemeistert werden und wann immer möglich wurde der Fahrspass nun abseits der Pisten gesucht und gefunden.

Die Gründung des TC Wallhalla Davos…

Im Sommer 1994 machten Walter und Jöri von Ballmoos, Dodo Schoop, Marc Adank, Peter Lauber und dessen Kollege, ein gewisser Christoph Lienhard, einen Ausflug nach Saas-Fee. An diesem Gletscherwochenende wurde beschlossen, die Davoser Telemarkszene näher zusammenzubringen. Bezeichnenderweise war es das „Why-not“, in dem der Telemark Club Wallhalla aus der Taufe gehoben und mit reichlich Gin und etwas Tonic begossen wurde. Chrischi wurde (in Abwesenheit!) zum ersten Präsidenten ernannt – er übt dieses Amt bis heute in souveräner Manier aus.

…und von “Fullmoons Telemark Rental”

Ein weiteres Jahr danach, als die Telemarkerinnen und Telemarker in Davos ihren Exotenstatus bereits etwas eingebüsst hatten, sahen die Gebrüder von Ballmoos die Zeit für gekommen, eine kleine Vermietung zu eröffnen und damit noch mehr Leute für ihre Leidenschaft zu begeistern. Sie erinnerten sich an den Engländer Simon Clark, der sie im Ausgang immer nur mit dem Namen “the Fullmoons” statt dem für ihn unaussprechlichen “von Ballmoos” angesprochen hatte. “Fullmoons Telemark Rental” war geboren und in einem kleinen Keller am Postplatz konnten in der Saison 1995/96 erstmals ein Dutzend Telemarkausrüstungen gemietet werden. Während dreier Winter nutzte eine stetig wachsende Kundschaft die Möglichkeit, auf telefonische Vereinbarung eine Ausrüstung abzuholen und am Abend wieder am selben Ort zurückzugeben.

Internationales Telemark-Happening

Ende Winter 1996 fand auf Davos Pischa das 1. internationale Telemark-Happening statt, das mit 40 Teilnehmenden zu einem überraschenden Erfolg wurde. Dichter Nebel und Schneetreiben trübten zwar die Sicht, aber nicht die einmalige Stimmung, die an den beiden Tagen im März herrschte. Sieger im Plauschrennen vom Samstag wurde Walter von Ballmoos, der seinen Konkurrenten auf dem Geschicklichkeitsparcours die Fersen zeigte – allerdings profitierte er auch vom Losglück, dank dem er im Finaldurchgang als erster auf die Strecke durfte. Am Sonntag vertrieb man und frau sich die Zeit mit Schanzenspringen und gemütlichem Beisammensein an der Schneebar im Zielgelände.

Offenes Altjahrsspringen

Noch im selben Jahr kam an Silvester 1996 das 1. offene Altjahrsspringen auf Bolgen zur Austragung. Mitte Dezember hatte ein Swiss Series Telemarkrennen ebenfalls auf Bolgen stattgefunden, an dem sich auch Mitglieder des Telemark Clubs Wallhalla beteiligten. Zur grossen Enttäuschung der “luftgeilen” Wallhalla-Telemarker wurde das vorgesehene Schanzenspringen aus Zeitgründen gestrichen. Doch anstatt lange Gesichter zu machen, entschied man, noch am selben Silvester ein für alle Schneesportgeräte offenes Altjahrsspringen zu organisieren. Die Jakobshornbahnen zeigten sich von ihrer flexiblen und kooperativen Seite und stellten ein bemanntes Pistenfahrzeug, Absperrmaterial und ihre mobile Musikanlage kostenlos zur Verfügung! Schnell entwarf Marius Portmann ein Plakat, das verfielfältigt und an den wichtigen Stellen im Ort aufgehängt wurde. Die Mund-zu-Mund-Propaganda funktionierte hervorragend und am Nachmittag des 31.12.96 erschienen an die dreissig Springerinnen und Springer zum Einspringen auf der „Bolgenschanze“.
Am frühen Abend begann der erste von drei Wertungsdurchgängen bei Flutlicht und Fackelschein und vor einem stattlichen Publikum zeigten die Wagemutigen ihr Können. Im Feld der Telemarker wurde der Norweger Olve Lie, der 1990/91 ebenfalls ein Jahr als Austauschschüler bei der Familie von Ballmoos verbracht hatte, würdiger und verdienter Altjahrssprungmeister. Den weitesten Sprung des Abends stand allerdings ein Skifahrer, nämlich Kurt Bodenwinkler (28,5m). Bei den Frauen war die Davoserin Janina Sakobielski eine Klasse für sich und siegte vor Skysurf-Weltmeisterin Viviane Wegrath, der es in der Luft ohne Fallschirm nicht ganz so wohl zu sein schien. Janina Sakobielski siegte auch im darauffolgenden Jahr, bevor sie 1998 erstmals auf Telemarkskiern erschien. Hier verblüffte sie die Anwesenden, indem sie sich mit Flügen von 24 und 24,5m mitten ins Herrenfeld auf den dritten Gesamtrang schwang!
Glück im Unglück prägte schliesslich die vierte Austragung, die zugleich die letzte sein sollte. Neben der Normalschanze zeigte Mirco Sicurelli auf einem Kicker einige Freestyle-Sprünge, von denen sich auch Üse Gähwiler inspirieren liess. Er nahm mit seinem Snowboard Anlauf wurde hoch in die Luft katapultiert und stürzte anschliessend so unglücklich, dass er sich mehrere Knochenbrüche an der Wirbelsäule zuzog. Dank rascher und professioneller Hilfe konnten schlimmere Folgeschäden glücklicherweise verhindert werden. Trotzdem war an diesem Abend niemandem mehr ums Springen zumute und der Anlass wurde abgebrochen.
Dass es zugleich das letzte Altjahrsspringen sein sollte, wusste damals noch niemand, denn dies hatte andere Gründe. Die Silvesterparty auf Bolgen schmeisst nämlich seit 1999/2000 nicht mehr der TC Wallhalla, sondern der Snowboarder Dani Costandaché, der dazu jeweils die weltbesten Freestyle-Boarder einlädt. Statt dem Altjahrsspringen bei Fackelschein steigt zum Jahresende auf Bolgen nun der SB-Jam – eine Snowboardshow auf Kickern, Rails und in der Superpipe in gleissendem Scheinwerferlicht und vor tausenden von Zuschauern…

Vom Hobbybetrieb zur professionellen “Fullmoons GmbH”

Im Frühling 1998, als Walter seine Ausbildung zum Tourismusfachmann abschloss, fällten die Fullmoons-Brüder den Entscheid, ihre Vermietung zu einem Sportgeschäft mit Schwerpunkt Telemark auszubauen. Vorbereitungen wurden getroffen und im September 1998 wurde die Fullmoons GmbH in Davos gegründet. An der Promenade 102, mitten in Davos, wurde ein Lokal gefunden, das den Wunschvorstellungen der Fullmoons ziemlich genau entsprach. Im Konzept war nämlich nicht nur ein herkömmliches Sportgeschäft, sondern auch ein damit verbundener Barbetrieb vorgesehen. Einen Monat lang waren Walter von Ballmoos und Pascal Sutter mit den baulichen Anpassungen am Gebäude beschäftigt, bevor am 4. Dezember 1998 mit einer grossartigen Party der Fullmoons-Shop und die Wallhalla-Bar im ehemaligen Restaurant Central eingeweiht wurden.

Familiäre Atmosphäre

Das Wallhalla etablierte sich im Nu als beliebter Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Zum treuen Stammpublikum gehört nach wie vor der harte Kern des Telemark Clubs Wallhalla. In der familiären Atmosphäre werden aber nicht bloss alte Geschichten aufgewärmt, sondern immer wieder neue Ideen geboren. Zu den fest verankerten Anlässen im Kalender gehören inzwischen je ein Töggeli-Turnier anfangs und Ende Winter, die „Gala Night“ am 23. Dezember, an der einheimische Filme und Eigenproduktionen gezeigt werden, die immer wieder legendäre „HardCore-Night“ am 1. Januar, die WEF-Party am Freitagabend vor der Anti-WEF-Demo etc. etc. Ebenfalls nicht mehr aus dem Programm wegzudenken sind die Vorführungen des Stummfilms „Der Rächer von Davos“ (1924), die von Curò Mani jeweils live am Klavier begleitet werden.

Eine Idee wird geboren

Unbestrittener Saisonhöhepunkt ist aber zweifelsohne die FearNada. Bei weitem nicht alle Mitglieder des TC Wallhalla sind nämlich noch aktive Telemarker, hingegen sind alle begeisterte Freerider, egal ob mit Telemarkskis, dem Snowboard, den Skis oder neuerdings gar mit dem Monoski(!)… Die FearNada, ein Inferno-Rennen für alle Schneesportgeräte, war deshalb die logische Weiterentwicklung des Telemark Happenings und des Altjahrsspringens. „Gezeugt“ wurde die FearNada bei einem Nachtessen der beiden TC Wallhalla-Gründungsmitglieder Christoph Lienhard und Jöri von Ballmoos im Sommer (!) 2001. Die beiden bilden seit Jahren eine treue Freeride-Seilschaft und das damals vor sich hinschlummernde Skigebiet Schatzalp/Strela hatte es ihnen besonders angetan. Die Grundidee bestand darin, in unserer auf Instant-Konsum ausgerichteten Zeit einen Anlass zu bieten, der Menschen einen ganzen Tag intensiv zusammen erleben lässt. Das Rennen sollte auf die einfachste Form reduziert werden: ein Start, ein Ziel, freie Routenwahl und wer zuerst im Ziel ist hat gewonnen. Mindestens ebenso wichtig wie der sportliche Teil sollte aber der gesellschaftliche Aspekt sein. Der Jugendstilsaal des Berghotels Schatzalp schien wie geschaffen für die abendliche Party und um dem Ganzen den gebührenden festlichen Rahmen zu geben, sollte es Pflicht sein, in festlicher Kleidung zu erscheinen. Als Höhepunkt des Abends sollte ausserdem die Gruppe „Stiller Has“ auftreten.

Die FearNada – eine einzigartige Erfolgsgeschichte!

Am Morgen danach, mit etwas weniger Wein im Kopf, erfolgte zunächst die Ernüchterung. Das Ganze schien den beiden nun doch eine Nummer zu gross und sie schoben die Idee vorerst beiseite. Doch irgendwie liess es ihnen keine Ruhe und so beriefen sie eine Generalversammlung des TC Wallhalla ein, um zu hören, was die ClubkollegInnen davon hielten. Die anwesenden Mitglieder erkannten das Potenzial der FearNada sofort und sicherten ihre volle Unterstützung bei der Umsetzung zu. Ad hoc wurde das OK gegründet, der Rest ist (Erfolgs-)Geschichte…
Schon bei der ersten Durchführung am 23. März 2002 nahmen 97 (!) SchneesportlerInnen am Rennen teil, verteilt auf die Kategorien Telemark, Ski, Snowboard und Andere Geräte. Bei dichtem Schneetreiben und einem Meter Neuschnee (Lawinengefahr auf Stufe „gross“) zündete der TC-Wallhalla-Vizepräsident und Sprengmeister Mäge Teufen seine Startraketen und schickte die Teilnahmefelder auf die Strecke. Der Abend im Berghotel Schatzalp wurde mit den vielen herausgeputzten Leuten zur erhofften rauschenden Party und sogar die stillen Hasen waren da!
Inzwischen hat die FearNada, die ihren Namen übrigens von Urs „Umba“ Umbricht erhielt, unzählige Geschichten geschrieben, mit denen man schon fast ein Buch füllen könnte. Viele TeilnehmerInnen kommen Jahr für Jahr, denn wer die einzigartige FearNada-Stimmung einmal erlebt hat, der will sie danach einfach nicht mehr missen.

Weiterentwicklung auf allen Stufen

Auch der Fullmoons-Shop und damit das ganze Geschäft haben sich mit den Jahren weiterentwickelt. Aus dem Winterbetrieb ist seit dem Sommer 2003 ein Ganzjahresbetrieb geworden. Das Sortiment wird laufend ausgebaut, wobei die Kernkompetenzen klar im Telemark- und Freeride-Bereich sowie im Bergsport und Klettern liegen. Aus Platzgründen erfolgte im Sommer 2003 der Umzug des Ladens an die Promenade 110, knappe hundert Meter vom Wallhalla in Richtung Davos Dorf. In den Shop integriert ist eine Skischule mit den Schwerpunkten Telemark, Freeride/Skitouren/Schneeschuhwanderungen. Angeboten werden auch Eisfallkletterkurse. Seit der Saison 2003/2004 wurde die Zusammenarbeit mit der jungen Davoser Firma Inandout Sport & Events GmbH laufend intensiviert, unter anderem als Materialpartner des Mountain Surf Clubs.
Um dem Sportklettern in Davos einen neuen Schub zu verleihen, begann Walter von Ballmoos im Herbst 2003 zusammen mit Kurt Bodenwinkler das Projekt einer künstlichen Kletterwand voranzutreiben. Die über 500 m2 umfassende Kletter- und Boulderwand wird im Herbst 2005 in der Tennishalle in der Färbi eröffnet.

Es gäbe noch so vieles zu erzählen, doch das Beste ist und bleibt es immer noch, direkt bei uns hereinzuschauen – sei es im Shop, im Wallhalla oder bei einem der vielen Anlässe. Wir freuen uns Tag für Tag über interessante Begegnungen mit euch!

Die Fullmoons – Walter, Jöri und Chrischi von Ballmoos

 
  
 
04.06.2013